ETFs | Global gestreut investieren

Mit passiven Bausteinen aktiv anlegen

Bei Solidvest | Blue bestehen Kunden-Portfolios zum Großteil aus ETFs. ETF ist die Kurzform von „Exchange Traded Funds“, also Fonds, die an der Börse gehandelt werden können. Diese Fonds sind allerdings, im Gegensatz zu ihren aktiv gemanagten Gegenstücken, passive Anlagen. Das heißt: Sie bilden bestimmte Indizes, wie beispielsweise den DAX oder den S&P 500 und die in ihnen gelisteten Unternehmen ab. ETFs sind kaum Grenzen gesetzt: Sie können Regionen, Branchen und vieles mehr umfassend abbilden. Durch diese Herangehensweise sind sie kostengünstig, sehr transparent und erlauben schnell einen hohen Diversifikationsgrad.

Vorteile von ETFs

  • Diversifikation

    Ein wichtiges Ziel einer sinnvollen Anlagestrategie ist Diversifikation, also die Streuung über viele verschiedene Sektoren und Regionen. Die Risiken des Portfolios sollen so abgemildert werden – beseitigen lassen sie sich allerdings nicht. Da ein ETF automatisch in viele unterschiedliche Titel investiert, sind die Auswirkungen der Wertschwankungen einzelner Aktien deutlich geringer für Ihre Rendite. Beachten Sie auch unsere Risikohinweise.

  • Geringe Kosten

    Kosten sind in Sachen Geldanlage ein negativer Faktor für Ihre Rendite. ETFs sind kostengünstig und eignen sich hervorragend für die Geldanlage. Beispielsweise für Ihre Ruhestandsplanung oder Ihren Vermögensaufbau. Mehr zu den Kosten bei Solidvest | Blue erfahren Sie hier.

  • Transparenz

    Auch wenn Sie Ihre Geldanlage den Profis überlassen möchten, ist es wichtig, dass sie ein grundlegendes Verständnis für das Anlageprodukt haben, in das Sie investieren. Was steckt drinnen? Und wie setzen sich die Gebühren zusammen? Durch die Abbildung eines zugrundeliegenden Index kann täglich die Zusammensetzung eines ETFs nachvollzogen werden.

  • Nachhaltige Kriterien

    Für die Variante „Fairness“ wählen wir bei Solidvest | Blue spezielle ETFs aus, bei denen der Anbieter bestimmte Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt. Diese ETFs grenzen sich beispielsweise mit der Bezeichnung ESG (Environment – Social – Governance) oder SRI (Socially – Responsible – Investing) ab. Mehr zu unserem „Fairness“ Portfolio erfahren Sie hier.

„In der digitalen Vermögensverwaltung setzen wir auf eine aktive Portfoliosteuerung mit ETFs und Fonds. Die passiven ETFs verwenden wir im Rahmen unserer Anlagestrategie, um breite Märkte und Regionen abzudecken.“

Sebastian Hasenack,

Leiter digitale Vermögensverwaltung

„Im DJE-Fondsmanagement arbeiten wir bereits seit über zehn Jahren erfolgreich mit ETFs, um in ausgewählte Märkte zu investieren.“

Ariane Unertl,

Portfoliomanagerin

Das große ETF FAQ für Anleger

Hier finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema ETF für Anleger und alle, die es werden wollen.

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Fund und bedeutet übersetzt börsengehandelter Fonds. ETFs sind Indexfonds, deren Ziel eine genaue Abbildung der Wertentwicklung eines Index ist. Sie können, wie Aktien, an der Börse gehandelt werden.

Ein Wertpapierindex spiegelt die Entwicklung eines bestimmten Marktes oder Teilsegments wider. Der DAX Index besteht beispielsweise aus den Aktien der 30 größten deutschen Unternehmen und bildet damit die Wertentwicklung des deutschen Aktienmarkts ab. Ein Wertpapierindex kann ein Preis- oder Performanceindex sein.

Ein Preisindex, oder auch Kursindex, spiegelt lediglich die Wertentwicklung des Preises der im Index befindlichen Wertpapiere, also der Kurse an der Börse, wider. Mit einem Performanceindex hingegen wird die gesamte Wertentwicklung abgebildet. Neben der Kursentwicklungen werden für die Wertentwicklung auch Dividenden und Zinszahlungen berücksichtigt. Bei einem Net Return Index werden Steuern direkt bei Dividendenzahlung abgeführt. Ein Total Return Index hingegen berücksichtigt keine Steuern und nimmt eine Reinvestition der vollen Dividenden an.

Ein Indexfonds thesauriert, wenn die erzielten Erträge aus Dividenden bzw. Zinsen wieder in den ETF investiert werden. Thesaurierende ETFs sind für den langfristigen Vermögensaufbau ohne regelmäßige Gewinnausschüttungen geeignet. Im Gegensatz dazu werden Erträge, also Dividenden oder Zinsen, bei ausschüttenden ETFs regelmäßig ausgezahlt.

Damit ein ETF die Wertentwicklung des zugrundeliegenden Index genau nachvollzieht, wird bei der physischen vollen Replikation das ETF Portfolio mit denselben Wertpapieren des Index zusammengestellt. Das bedeutet, dass bei einem Aktien-ETF die Aktien entsprechend der genauen Zusammensetzung und Gewichtung im Index gehalten werden. Damit wird sichergestellt, dass der ETF sich genauso wie der Index entwickelt. Des Weiteren ist die Zusammensetzung des ETFs dadurch vollständig transparent.

Die synthetische Replikation eines ETFs bedeutet, dass Swap-Kontrakte genutzt werden, um die Wertentwicklung des Index sicherzustellen. Dazu hält der ETF einen Korb mit Wertpapieren (diese müssen keine Wertpapiere aus dem Index sein) und tauscht die Wertentwicklung dieser Wertpapiere bei einer Gegenpartei (dem Swap-Partner) als Gegenleistung für die Wertentwicklung des Index. Die Zusammensetzung des ETF-Portfolios kann sich damit stark vom Indexportfolio unterscheiden. Diese Art der Replikation ist besonders bei schwer zugänglichen Märkten, beispielsweise Emerging Markets, sinnvoll, da eine physische Abbildung nicht möglich oder sehr teuer wäre.

Wer in einen ETF investiert, kann mit niedrigeren Gebühren rechnen als bei aktiv gemanagten Fonds. Mit der Abbildung eines Index ist die Entwicklung des ETFs sehr transparent nachvollziehbar. Aktiv gemanagte Fonds besitzen gegenüber ETFs den Vorteil des Risikomanagements, welches bspw. in Verlustphasen Verluste eindämmen kann.

ETFs sind so konzipiert, dass möglichst genau die Wertentwicklung des zugrundeliegenden Index abgebildet wird. Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds, wird damit der Investitionsgrad bei rückläufigen Kursen nicht reduziert. Anleger sollten damit berücksichtigen, dass die Performance von ETFs ihren Indizes folgt, in der Hausse (steigender Markt) wie auch in der Baisse (sinkender Markt).

Ein ETC, oder auch Exchange Traded Commodity, funktioniert ähnlich wie ein ETF. ETCs bilden die Wertentwicklung eines Rohstoffindex oder Rohstoffs ab. Auch ETCs können an der Börse gehandelt werden. Allerdings besteht ein wichtiger Unterschied: Bei einem ETC handelt es sich um eine Schuldverschreibung und somit nicht um Sondervermögen. Sollte ein Emittent aufgrund hoher Verluste Insolvenz anmelden muss, können Anleger ihr komplettes Vermögen verlieren. Um die Anlagesicherheit zu erhöhen, werden ETC deshalb meist mit physischen Basiswerten abgesichert.

Tracking Error ist ein technischer Ausdruck und bezieht sich auf die Schwankungen in der Differenz zwischen täglicher Wertentwicklung des ETF und täglicher Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index. Der Tracking Error wird meist als annualisierte Standardabweichung der täglichen Renditedifferenz zwischen ETF und zugrunde liegendem Index berechnet. Einfach ausgedrückt, der Tracking Error ist ein Maß für die Effizienz, mit der ein ETF sein Investmentziel erreicht. Je niedriger der Tracking Error ist, umso genauer stimmt die Wertentwicklung des ETF mit derjenigen des zugrunde liegenden Index auf täglicher Basis überein. Der Tracking Error kann von einer Reihe von Faktoren beeinflusst werden, darunter sind z.B. die Verwaltungsgebühren, Transaktionskosten, Stamp Duty (Börsen-Steuer), sowie von der Handelbarkeit der Wertpapiere im zugrunde liegenden Index.

Der Tracking Error ist nicht zu verwechseln mit der Abweichung bei der Wertentwicklung, die ein ETF im Vergleich zu seinem zugrunde liegenden Index über einen Zeitraum wie z.B. ein Jahr aufweist. Ein Tracking Error ist vielmehr eine statistische Größe. Aufgrund der Berechnung kann ein Tracking Error sehr niedrig sein, der Wertentwicklungsunterschied auf Jahressicht jedoch bei mehreren Prozent liegen. Daher ist neben dem Tracking Error auch der Wertentwicklungsunterschied den ein ETF im Vergleich zum zugrundeliegenden Index ausweist eine entscheidende Größe für einen längerfristig orientierten Anleger.

Die Tracking-Differenz gibt eine Vorstellung davon, wie gut sich ein ETF voraussichtlich im Vergleich zum Index entwickeln wird. Sie ist definiert als die Abweichung der Wertentwicklung des ETF von der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index im Zeitablauf. Die Tracking-Differenz sollte nicht mit dem Tracking Error verwechselt werden, welcher die Volatilität der Tracking-Differenz im Zeitablauf misst. Die Tracking-Differenz beinhaltet sämtliche Kosten und Gebühren sowie auch etwaige renditebeeinflussende Maßnahmen. Auch wenn die Tracking-Differenz nur im Nachhinein betrachtet werden kann, können Anleger die Tracking-Differenz als Indikation für die voraussichtliche Tracking-Differenz eines ETF in der Zukunft heranziehen und sich ein Bild von den zu erwartenden echten Kosten machen.

Zur Abbildung eines Index bedarf es keine Analysen einzelner Wertpapiere. Damit kommen ETFs mit einer deutlich niedrigeren jährlichen Verwaltungsgebühr, im Vergleich zu aktiv gemanagten Anlageprodukten, aus. Diese Gebühr kann sich in entwickelten Märkten zwischen 0 % und 0,30 % bewegen. ETFs auf schwerer zugängliche Anlageregionen, wie bspw. Schwellenländer, haben in der Regel eine etwas höhere Verwaltungsgebühr. Beim Handel an der Börse fallen zudem weder Ausgabeaufschlag noch Rücknahmeabschlag bei ETFs an.

Wie auch bei den meisten Publikumsfonds wird der Nettoinventarwert eines ETF täglich berechnet und ergibt sich aus der Summe der Vermögensgegenstände eines ETF, abzüglich aller Verbindlichkeiten, beides bewertet zum Schlusskurs des Tages, an welchem der NAV berechnet wird. Den NAV pro Anteil ergibt sich, indem man den NAV durch die Anzahl der ausstehenden Anteile des ETF an diesem Tag dividiert.

Es handelt sich hierbei um eine Art „Gütesiegel“ für ETFs. UCITS steht dabei für „Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities“ („Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere“ (OGAW)). Dies sind Richtlinien und Anforderungen, welche einheitliche Standards für Investmentfonds innerhalb der EU gewährleisten. Das übergeordnete Ziel ist hierbei die Gewährleistung eines hohen Anlegerschutzes sowie umfangreiche Transparenz und Informationspflichten.

Ziel eines ETFs besteht darin die Wertentwicklung eines bestimmten Index so genau wie möglich nachzubilden. Es besteht somit ein allgemeines Marktrisiko. Das bedeutet der Wert des ETFs steigt und fällt im gleichen Maße wie der abgebildete Index. Im Falle einer negativen Marktbewegung werden keine Vorkehrungen getroffen, um Verluste möglichst zu minimieren. Das Risiko in Bezug auf die Insolvenz des Emittenten besteht durch den Status als Sondervermögen hingegen nicht. Die zugrunde liegenden Wertpapiere können in einer anderen Währung als der des Anlegers gehandelt werden. In solchen Fällen besteht ein Wechselkursrisiko. Bitte beachten Sie dazu auch unsere Risikohinweise.

Ein ETF bildet seinen zugrundeliegenden Index möglichst genau ab, erhebt jedoch eine Gebühr für die Bewirtschaftung des Fonds (sog. Verwaltungsvergütung). Damit fällt die Wertentwicklung des ETFs geringer als die des Index aus. Zudem kann es sein, dass bei ordentlichen Erträgen aus Dividenden bspw. Quellensteuern einbehalten werden, die bei der Indexberechnung nicht berücksichtigt werden. Hieraus kann ebenfalls eine Abweichung gegenüber dem Index resultieren.

Die Abkürzung iNAV bezeichnet den indikativen Net Asset Value (indikativer Nettoinventarwert) eines ETF und stellt ein Maß für den geschätzten inneren Wert eines ETF zu jedem Zeitpunkt eines Handelstages dar. iNAVs werden von der Deutschen Börse kontinuierlich während des Handelstages berechnet. Anleger können damit herausfinden, ob sich der Börsenkurs eines ETFs in der Nähe des indikativen Nettoinventarwerts befindet.

Da es sich bei ETFs um börsengehandelte Fondsanteile handelt, besteht ein Kursrisiko. Allerdings gelten ETFs als Sondervermögen. Im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft, bliebe das Fondskapital und somit das Kapital der Anleger geschützt.

Bei deutschen Privatanlegern wird eine Abgeltungsteuer in Höhe von 25% auf Ausschüttungen, Vorabpauschalen sowie Veräußerungsgewinne erhoben. Des Weiteren wird ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% erhoben, sodass sich eine Steuerlast von 26,375% ergibt. Außerdem fällt gegebenenfalls Kirchensteuer an.

Quellensteuern sind Steuern auf ordentliche Erträge wie Dividenden und Zinszahlungen, welche direkt an der Quelle einbehalten werden. Die Höhe des Quellensteuersatzes hängt dabei unter anderem davon ab, ob der Fonds als Inhaber der Wertpapiere von einem Doppelbesteuerungsabkommen profitiert oder nicht.

Das Fondsdomizil führt zu keinen Unterschieden bei der Besteuerung auf Anlegerebene. Das Fondsdomizil kann jedoch zu unterschiedlichen Erträgen auf Fondsebene führen, da unterschiedliche Quellensteuersätze auf Dividenden und Zinsen gelten können.

Nein. Es gelten bei der Besteuerung von börsengehandelten Indexfonds die gleichen Regeln wie für klassische Investmentfonds.

Sie wollen Ihr Vermögen mit einer sinnvollen Anlagestrategie vermehren? Werden Sie jetzt Kunde bei Solidvest | Blue.

Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Kapitalanlage kann fallen oder steigen. Es kann zu Verlusten des eingesetzten Kapitals kommen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie unsere Risikohinweise.

Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Kapitalanlage kann fallen oder steigen. Es kann zu Verlusten des eingesetzten Kapitals kommen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.